Datum/Zeit
Date(s) - 05/09/2026
18:00 - 19:00
Veranstaltungsort
Bibliothek der Freien im Haus der Demokratie
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Die umfangreiche Literatur zum Spanienkrieg hat die Erinnerung an diese wohl bislang „letzte Revolution“ in Europa geprägt. Im Vordergrund stand dabei von Beginn an das internationalisierte Kriegsgeschehen und die Solidarität der Internationalen Brigaden. Die soziale Revolution dagegen wurde aus politischen Gründen weniger thematisiert. Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die sich mit ihr beschäftigten wurden verfolgt, ihre Bücher über diesen Kampf vergessen. Nach einer kurzen Zeit der Wiederentdeckung und einzelnen Wiederveröffentlichungen gilt es erneut diese Diskrepanz und ihre Ursprünge sich zu vergegenwärtigen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die zeitgenössischen Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie auch ihre Arbeiten, zeigt Beispiele, die diese Widersprüchlichkeit unterlaufen haben.
Rüdiger Reinecke ist Literaturwissenschaftler und hat 2006 in Osnabrück und 2008 in Berlin Ausstellungen zu Krieg und Revolution in Spanien 1936 – 1939 erarbeitet. 2020 erschien seine umfangreiche Studie „Gernika und der Luftkrieg gegen die spanische Republik (1936 – 1939) in der zeitgenössischen internationalen Literatur“.
Rüdiger Reinecke – Vortrag und Diskussion
