Veranstaltungen

23/06/2024 17:00 - 19:00
Lesekreis Libertäre Bildung

Ab dem 14.04.2024 startet ein Lesekreis zum Thema Libertäre Bildung.

Das Regelschulsystem geht dir auf den Keks?
Du glaubst, es braucht für (junge) Menschen mehr als auswendig Gelerntes wiederzukäuen?
Du würdest dich gerne mit anderen austauschen, wie Bildung noch aussehen kann?
Du hast Lust auf Entdeckungsreise zu gehen, was bereits zum Thema libertärer Bildung (theoretisch und praktisch) da draußen ist?

Dann bist du bei diesem Lesekreis genau richtig.

Was? Gemeinsam über libertäre Bildung lesen, diskutieren, austauschen, träumen. Keine Vorkenntnisse notwendig.
Wann? Jeden 2. und 4. Sonntag im Monat ab 17:00 Uhr (vorerst bis einschl. Juli 2024)
Wo? In der Bibliothek

Kommt gerne vorbei! Weitere Infos beim ersten Termin.

04/07/2024 - 06/07/2024 15:00 - 13:00
Erich Mühsam in Oranienburg – Fachtagung anlässlich seines 90. Todestags

Erich Mühsam in Oranienburg
Fachtagung anlässlich seines 90. Todestages:
Vorträge – Konzert – Demonstration – Führungen

Die Bibliothek der Freien ist nicht Organisator, aber ruft zur Veranstaltung auf.

Anmeldung zur Fachagung

 

Programm

Donnerstag, 04. Juli 2024

15:00 Uhr Besuch der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen

(Führung Cornelia Berndt)

Alternativ: Besuch der Erich-Mühsam-Ausstellung

(Führung Mark Mence)

17:30 Uhr Abendessen

Freitag, 05. Juli 2024

10:00 Uhr Eröffnung der Tagung mit mehreren Grußworten
10:45 Uhr Erich Mühsams KZ-Haftzeit (Vortrag von Wolfgang Haug)

Mühsames Erinnern (Podiumsdiskussion)

13:30 Uhr Mittagessen
14:30 Uhr „Was wir besitzen, kann nie verlorengehen“ – Die Lebensgeschichte von Zensl Mühsam (Vortrag von Uschi Otten)
16:00 Uhr Kaffeepause
16:45 Uhr „Sozialismus ist die Rückkehr zur natürlichen, abwechslungsvollen Verbindung aller Tätigkeiten“ – Gustav Landauer, der „Sozialistische Bund“ und Eden (Vortrag von Siegbert Wolf)
18:00 Uhr Abendessen
19:30 Uhr Als Leichenfresser auf dem Monte Verita – Erich Mühsam in der lebensreformerischen Siedlung bei Ascona (Vortrag und Lesung von Klaus Trappmann und Manuel Harder)

Samstag, 06. Juli 2024

10:00 Uhr Die Notizbücher von Erich Mühsam (Vortrag der Gustav-Landauer-Initiative)
11:30 Uhr „Das eigene Wohl verpackt im Wohle der Menschheit“ – Silvio Gesell, Erich Mühsam und Eden (Vortrag von Siegbert Wolf)
13:00 Uhr Gemeinsames Mittagessen

 

05. Juli, 10:00 Uhr

Eröffnung der Tagung

Grußwort des Bürgermeisters der Stadt Oranienburg, Alexander Laesicke
Grußwort vom Vorbereitungskreis, Cornelia Berndt
Grußwort der 1. Vors. der Erich-Mühsam-Gesellschaft e.V., Rosemarie Bouteiller

 

05. Juli, 10:45 Uhr

Erich Mühsams KZ-Haftzeit

In der ersten Nacht nach dem Reichstagsbrand wurde Erich Mühsam am 28.Februar 1933 um 5 Uhr  früh in seiner Wohnung verhaftet und ins Gefängnis in der Lehrter Straße gebracht. Am 6.April verschickte man ihn in das Lager Sonnenburg. Als Zensl Mühsam ihn dort am 8. April besuchen konnte, fand sie Erich Mühsam „schrecklich zugerichtet“. Acht Wochen täglicher Misshandlungen durch die SA-Wachmannschaften hatten begonnen. Mit Hilfe des Oberstaatsanwalts Dr. Mittelbach erreichte Zensl eine Verlegung ins Gefängnis Plötzensee. Drei Monate verbrachte Erich dort, die Misshandlungen unterblieben. Ein neuer Erlass Görings verschärfte die Lage für politische Gefangene wieder drastisch. Am 24. August 1933 wurde Erich Mühsams Zelle durchsucht. Am 8. September wurde er ins KZ Brandenburg gebracht. Die Misshandlungen durch die SS-Wachmannschaften übertrafen alles Vorangegangene. Am 2. Februar begann Mühsams letzte Station im KZ Oranienburg.

Mühsames Erinnern

(Podiumsdiskussion mit: Christian Becker (Stadtarchivar), Martin Bennis (Architekt), Frédéric Bonnesoeur (Historiker), Björn Lüttmann (MdL, SPD), Günter Morsch (ehem. Gedenkstättenleiter), Frank Tietsche (Städt. Bauausschuss, Linke)
// Moderation: Anke Burmeister (Journalistin, rbb)
// Präsentation: M. Bennis (Architekt))

In der Nacht zum 10. Juli 1934 wurde Erich Mühsam im KZ Oranienburg ermordet: Das ist jetzt 90 Jahre her, Oranienburg hat seitdem drei unterschiedliche gesellschaftliche Systeme erlebt.
Oranienburg, die Stadt, in der im März 1933 das erste KZ Preußens entstand. Auf einem ehemaligen Brauereigelände mitten in der Innenstadt waren mindestens 3.000 Menschen inhaftiert, meist politische Gegner der Nationalsozialisten aus Berlin und Umgebung, mindestens 16 Häftlinge kamen ums Leben. Darunter auch der anarchistische Schriftsteller Erich Mühsam.
Im Krieg wurden die Gebäude zerstört und bis auf eine Brandmauer abgetragen. Heute umrahmen ein Supermarkt und ein Wohnheim für die Polizeischule diese Mauer, eine Bronzetafel, eine Bank direkt an der Straße.
Wie kann das zukünftige Erinnern vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage aussehen?
Mühsam war ein hellsichtiger und mutiger Beobachter seiner Zeit. Seine Ermordung war ein Racheakt.
In der Gesprächsrunde „Mühsames Erinnern“ wird das neue Konzept für diesen Gedenkort vorgestellt und mit dem Publikum diskutiert.
Nach 90 Jahren erstarken nun die rechten Kräfte erneut. Die Texte von Erich Mühsam mahnen auch heute: Nie wieder Faschismus.

 

05. Juli, 14:30 Uhr

„Was wir besitzen, kann nie verlorengehen“ – Die Lebensgeschichte von Zensl Mühsam

(Uschi Otten, Vortrag)

Der Name des jüdischen Dichters und anarchistischen Revolutionärs Erich Mühsam mag manchen im Gedächtnis sein, vielleicht auch sein Ende in einem deutschen KZ. Kaum bekannt aber ist, in welchem Maße sein Leben und Wirken mit dem seiner Frau Zenzl verbunden ist, der wir auch die Überlieferung seiner Schriften verdanken.
Dabei war die bayerische Bauerntochter aus der Holledau, die 1915 den jüdischen Apothekersohn zum Gatten nahm, nicht allein Muse seiner Bänkellieder, die den umtriebigen Bohemien mit ihrem Liebreiz, den brotlosen Dichter mit ihren Kochkünsten bestrickte, sondern ebenbürtige Gefährtin, die ohne ideologische Bindung, sondern aus eigener Lebenserfahrung ein Ziel mit ihm teilte: Eine von Gewalt und Unterdrückung befreite Menschheit.
Sie stand 1918 an Mühsams Seite, als er die Münchner Bevölkerung zur Beendigung des Weltkriegs und zur Revolution aufrief und floh nach seiner Ermordung ins sowjetische Exil, wo sie in eine 20jährige Odyssee durch den Stalinschen Gulag geriet. Erst 1955 gestattete man der 71jährigen Anarchistenwitwe die Rückkehr nach Ost-Berlin, wo sie allen Widerständen zum Trotz für die Veröffentlichung seiner Werke eintrat. Im Lebensweg dieser Unbeugsamen verdichtet sich auf eindrückliche Weise die Geschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts.

 

05. Juli, 16:45 Uhr

„Sozialismus ist die Rückkehr zur natürlichen, abwechslungsvollen Verbindung aller Tätigkeiten“ – Gustav Landauer, der „Sozialistische Bund“ und Eden

(Siegbert Wolf – Vortrag)

Gustav Landauer (7. April 1870 Karlsruhe – 2. Mai 1919 München-Stadelheim [ermordet]) zählt, neben Erich Mühsam und Rudolf Rocker, bis heute zu den bedeutendsten Anarchisten im deutschsprachigen Raum. Als Literaturkritiker, Übersetzer, Roman- und Novellenautor, Vortragsredner und Essayist, Dramaturg und Buchhändler, als libertärer Sozialist und jüdischer Kulturphilosoph, genoss er hohes Ansehen. Er agierte als Anti-Politiker, Sprach- und Kulturkritiker sowie Initiator zahlreicher libertärer Projekte.
Dazu gehörte der 1908 in Deutschland und der Schweiz gegründete föderalistische „Sozialistische Bund“ mit dem Ziel sozialistischer, ökonomisch autarker und kommunikativ vernetzter Siedlungs- und Lebensgemeinschaften jenseits von Staat und Kapitalismus. Von den vielfältigen Aktivitäten des „Sozialistischen Bundes“ zeugen enge persönliche Verbindungen Landauers zur vegetarischen Obstbaukolonie Eden und den dort lebenden Akteuren der SB-Gruppe „Grund und Boden“.

 

05. Juli, 19:30 Uhr

Als Leichenfresser auf dem Monte Verita – Erich Mühsam in der lebensreformerischen Siedlung bei Ascona

(Klaus Trappmann – Vortrag mit Textpassagen aus „Ascona“ gelesen von Manuel Harder)

Erich Mühsam setzte sich in dieser – wie er es selbst nannte – 1905 erschienenen „Broschüre“ mit der Lebensgemeinschaft in Ascona (Schweiz) auf dem Monte Verità auseinander. Angetrieben von dem Wunsch, sich aus der Gesellschaft der Jahrhundertwende auszuklinken und ein „einfaches“ Leben leben zu wollen, gründete eine Hand voll junger, frustrierter Menschen auf dem Berg Monte Verità eine „sozial-vegetarische-kommunistische“ Lebensgemeinschaft. Im Laufe ihres Bestehens wird sie von den namhaftesten Intellektuellen jener Jahre als „Fluchtpunkt“ aus dem hastigen Europa besucht: u.a. C. G. Jung, Otto Gross, Hermann Hesse, Carl und Gusto Gräser oder aber auch Erich Mühsam, dem Anarchisten. Wer denkt, der Text schwingt ein Loblied auf die Lebensgemeinschaft, die nun nach anarchistischen Gesichtspunkten herrschaftslos und frei jeder Verpflichtungen miteinander lebt, der irrt sich. Mit bissig-ironischem Ton kritisiert Mühsam die intellektuell-ideologische Unzulänglichkeit der Monte Verità-Mitstreiter immer wieder. Mühsam kritisiert an unzähligen Stellen das fehlerhafte, in sich unschlüssige Lebenskonzept der Aussteiger. Ein Punkt bspw. beschäftigt ihn länger: Die Einstellung der Vegetarier gegenüber den Nicht-Vegetariern, die letzteren seien „Leichenfresser“ – zu Recht bemerkt Mühsam, dass auch das Obst- und Gemüse-Essen „Leichenfrass“ ist, denn auch hier handele es sich doch einstmals um Lebewesen, die nun durch den Menschen des Lebens beraubt, also gegessen würden.

 

06. Juli, 10:00 Uhr

Die Notizbücher von Erich Mühsam

(Gustav Landauer Initiative – Vortrag)

Bislang fehlten detaillierte Darstellungen über das Leben und die politischen Aktivitäten Erich Mühsams in der Zeit zwischen seiner Entlassung aus der Festungshaft in Bayern Ende Dezember 1924 und seiner Ermordung im KZ Oranienburg 1934. Einen wichtigen Einblick ermöglichen seine  Notizbücher, von denen die Akademie der Künste Berlin nach Zenzl Mühsams Rückkehr aus der Sowjetunion Kopien erhielt.
Die Transkribierungen wurden im Mai 2023 von Mitgliedern der Gustav Landauer Initiative nach intensiven und langwierigen Recherchen veröffentlicht. Erstmals werden Mühsams Reisen, Vorträge und persönliche Kontakte in den letzten Jahren seines Lebens nachvollziehbar. Somit wird das Bild von Mühsams politischen Aktivitäten korrigiert werden müssen. Nach einer  von der Mitarbeit in der Roten Hilfe bestimmten Periode zwischen 1925 und 1927 folgte zwischen 1928 und 1930 eine nicht weniger intensive Tätigkeit für die FAUD und die ihr angegliederten Organisationen. Danach widmete er sich wieder vermehrt literarischen Projekten.ven seiner Reiseorte über seine Vorträge oder über bislang unbekannte Kontakte zu recherchieren.

 

06. Juli, 11:30 Uhr

Das eigene Wohl verpackt im Wohle der Menschheit – Silvio Gesell, Erich Mühsam und Eden

(Siegbert Wolf – Vortrag)

Silvio Gesell (1862-1930) begründete zunächst seine Theorie des Schwund- bzw. Freigeldes, wonach eine Währung ständig an Wert verliere und Geld daher nicht zum Ansparen, sondern zum schnellen Verbrauch geeignet sei. Geld war für ihn die Hauptursache des Zinses und der Ausbeutung. In einer grundlegenden Reform des Geldwesens, die auf eine ,Enthortungʼ des Bargeldes hinauslief, erkannte er den ,nervus rerumʼ für eine gerechtere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung.
Neben einer umfassenden Reform des Geldwesens durch die Einführung des ,Freigeldesʼ gründete Gesells Freiwirtschaftslehre auf einer grundlegenden Reform von Grund und Boden. Da er das leistungslose Einkommen, die Grundrente, als ungerecht empfand, propagierte er ,Freilandʼ, um allen Menschen ungehinderten Zugang zu Grund und Boden zu garantieren.
Erreichen wollte Gesell mit seiner „Natürlichen Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“ (NWO) die Abschaffung des Zwischenhandels, des Zinssystems, der Arbeitslosigkeit, der Spekulation und des arbeitslosen Einkommens, der Börsen, Banken und Hypothekenanstalten, die Vermeidung von Finanzkrisen, die Einführung eines krisenfesten Geldes und des zinslosen Kredits sowie die Befreiung der Frauen von materieller Not und freier Güterzugang für alle.

 

Die Bibliothek der Freien ist nicht Organisator, aber ruft zur Veranstaltung auf.

Anmeldung zur Fachagung

06/07/2024 15:00 - 17:00
Gedenkdemostration zum 90. Todestag von Erich Mühsam

Die Veranstaltung wird nicht von der Bibliothek der Freiheit organisiert.

„Doch ob sie mich erschlügen:
Sich fügen heißt lügen!“

Erich Mühsam in  Oranienburg.
Gedenkdemonstration
anlässlich seines 90. Todestages
Samstag, 06.07.2024 um 15:00 Uhr

Vor dem Bahnhof Oranienburg

Sich nicht verbiegen zu lassen, war das Lebensmotto des vor 90 Jahren von der SS im Konzentrationslager Oranienburg ermordeten anarchistischen Schriftstellers und Aktivisten Erich Mühsam. Wegen seines Engagements gegen Militarismus und seines Eintretens für politische Verfolgte, dazu noch jüdischer Herkunft, war er den neuen Machthabern besonders verhasst. Bereits am 28. Februar 1933, einen Tag nach dem Reichstagsbrand, verhafteten sie Mühsam als „politisch verdächtige Person“. Das Polizeigefängnis Lehrter Straße, das KZ Sonnenburg und das Zuchthaus Plötzensee waren die Stationen seiner „Schutzhaft“, bevor er im Februar 1934 in das Konzentrationslager Oranienburg überführt wurde. Dort sagte ein SS-Mann zu ihm: „Bis morgen haben Sie sich aufzuhängen […]. Wenn Sie diesen Befehl nicht ausführen, erledigen wir das selbst.“ Niemals werde er sich selbst töten, äußerte Erich Mühsam anschließend zu einem Mithäftling.

Von seiner Ermordung in der Nacht auf den 10. Juli 1934 berichtete später seine Frau Zensl: „Der Sarg wurde geöffnet. Vor mir lag mein Mann. Das Gesicht war bleich, aber ganz, ganz ruhig. Ein Streifen am Hals zeigte mir die Spuren des Strickes. […] Mein Schwager Hans sagte: ‚Entschuldige, mein Bruder, ich bin ein alter Arzt‘, zog ihm das Hemd aus, der Rücken war vollkommen verprügelt, und getötet war er durch eine Giftinjektion und tot aufgehängt im Abort.“

Sein ganzes Leben lang stand Erich Mühsam in vorderster Reihe im Kampf gegen Bevormundung, Autoritäten und für die Rechte der Arbeiter:innen ein.

Wir nehmen seinen 90. Todestag zum Anlass, um an Erich Mühsam und sein Werk zu erinnern. Wir erwarten auch eine angemessene Würdigung seiner Person bei der anstehenden Neukonzeption des Gedenkortes „Konzentrationslager Oranienburg“.

Erneut ist unsere Republik massiv von rechtsextremen Kräften bedroht. Gerade vor diesem Hintergrund möchten wir an Erich Mühsam und seinen grausamen Tod erinnern!

Setzen wir zu Erich Mühsams 90. Todestag ein deutliches Zeichen!

06/07/2024 20:00 - 22:00
„Sich Fügen heißt Lügen“ Konzert

„Sich Fügen heißt Lügen“
Isabel Neuenfeldt übersetzt
Gedichte von Erich Mühsam
in Akkordeon und Gesang
Die Veranstaltung wird nicht von der Bibliothek der Freien organisiert.
Tickets und weitere Informationen

Isabel Neuenfeldts Weg zu Erich Mühsam

“… im Friedrichshain, in Berlin, gibt es eine Mühsamstraße, sie wird gekreuzt von der Sorgestraße. Dort habe ich in den Neunzigern mal eine Wohnung angeboten bekommen. Doch ich wollte da nicht hinziehen: die Ecke erschien mir zu problembeladen … Mühsam, Sorge …, ich wollte gar nicht wissen, was es da noch für Straßen gibt…
Erich Mühsam habe ich erst im Jahre 2004 kennen gelernt. Anlässlich seines 70. Todestages wurde für ihn eine Art Requiem in Oranienburg vorbereitet: an dem Ort, wo er ermordet wurde – und ich begann für diese Gedenkfeier vorsichtig, seine Gedichte zu vertonen.
Ich habe mir also ein paar seiner Gedichte zu Herzen genommen, neugierig, was passieren würde… ob es Lieder werden würden, ob er mir überhaupt etwas zu sagen hatte… –  und vom ersten Moment an war es wie eine geistige Zusammenarbeit zwischen Mühsam und mir: Seine Texte trafen mich mitten ins Herz und die Melodien wuchsen direkt aus den Worten heraus, sobald ich die Gedichte laut zu lesen begann. Seine Sprache ist sehr emotional und kraftvoll und seine Gedanken berühren mich im Innersten.
Er selbst, aber auch die Zeit, in der er diese Texte geschrieben hat, werden für mich über diese Arbeiten greifbar, emotional erlebbar. Und es ist mir ein großes Anliegen, sie wieder hörbar zu machen.
Inzwischen gibt es ein abendfüllendes Programm mit den so entstandenen Liedern, und Erich Mühsam ist zu meinem Lieblingsdichter geworden.“

14/07/2024 17:00 - 19:00
Lesekreis Libertäre Bildung

Ab dem 14.04.2024 startet ein Lesekreis zum Thema Libertäre Bildung.

Das Regelschulsystem geht dir auf den Keks?
Du glaubst, es braucht für (junge) Menschen mehr als auswendig Gelerntes wiederzukäuen?
Du würdest dich gerne mit anderen austauschen, wie Bildung noch aussehen kann?
Du hast Lust auf Entdeckungsreise zu gehen, was bereits zum Thema libertärer Bildung (theoretisch und praktisch) da draußen ist?

Dann bist du bei diesem Lesekreis genau richtig.

Was? Gemeinsam über libertäre Bildung lesen, diskutieren, austauschen, träumen. Keine Vorkenntnisse notwendig.
Wann? Jeden 2. und 4. Sonntag im Monat ab 17:00 Uhr (vorerst bis einschl. Juli 2024)
Wo? In der Bibliothek

Kommt gerne vorbei! Weitere Infos beim ersten Termin.


Eintritt zu allen Veranstaltungen frei

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