Veranstaltungen

11/07/2026 14:00
Gedenkdemonstration zum 92. Todestag von Erich Mühsam in Oranienburg

Veranstaltungshinweis:

Der Schriftsteller Erich Mühsam ließ sich nicht brechen. Sein Kampf gegen Militarismus, Unterdrückung und für eine gerechte Gesellschaft machte ihn zu einem der ersten Opfer des NS-Regimes. Im Rahmen der Repressionen in Folge des Reichstagsbrandes wurde er bereits am 28. Februar 1933 verhaftet, durchlief mehrere Gefängnisse und Lager, bevor er im Februar 1934 ins KZ Oranienburg verschleppt wurde. Dort folterten und ermordeten SS-Schergen den Anarchisten in der Nacht auf den 10. Juli 1934 – und inszenierten seinen Tod als Selbstmord..
Seine Frau Zenzl berichtete später: „Der Sarg wurde geöffnet. Vor mir lag mein Mann. […] Der Rücken war vollkommen verprügelt, und getötet war er durch eine Giftinjektion und tot aufgehängt im Abort.“
In einer Zeit, in der rechtsextreme Ideologien wieder erstarken, ist es unsere Aufgabe, an diejenigen zu erinnern, die für eine freie und solidarische Gesellschaft kämpften – und dabei ihr Leben ließen.
Nach vielen Jahren soll voraussichtlich im Herbst 2026 der neugestaltete Gedenkort „KZ Oranienburg“ eingeweiht werden. Wir freuen uns, dass an Mühsams Schicksal an exponierter Stelle erinnert wird.
Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen – gegen Faschismus, gegen Unterdrückung, für eine bessere Welt! In Erinnerung an Erich Mühsam.

 

Start 14 Uhr: Bahnhof Oranienburg

Abschlusskundgebung 16 Uhr: am Gedenkort „KZ Oranienburg“, Berliner Straße 47,

danach Kulturprogramm mit Musik von Claudia &
Hagen, Paul Geigerzähler und Theater v. Tallercito

Flyer zur Gedenkdemonstration Erich Mühsam

31/07/2026 0:00
Filmreihe zum spanischen Bürgerkrieg im Brotfabrik-Kino

Veranstaltungshinweis

Programm

Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-1939 | Filmreihe zum 90. Jahrestag

Der Juli steht im BrotfabrikKINO ganz im Zeichen einer Filmreihe zum 90. Jahrestags des Bürgerkriegs und der Revolution in Spanien. 3 Wochen, 23 Filme, 10 Sonderveranstaltungen, plus einer Ausstellung.

Am 18. Juli, vor 90 Jahren, wandte sich Franco per Funkspruch an die Armee und gab damit das Startsignal für den Putsch von Generälen gegen die Republik. Einen Tag später antworteten große Teile der Arbeiterklasse mit einer Sozialen Revolution.

Welche historische Bedeutung der Spanische Bürgerkrieg und die einhergehende Revolution haben, lässt sich auch an der Vielzahl der Filme ablesen, die sich mit ihm auseinandersetzen. Und: die Fronten, Konflikte und die verschiedenen Perspektiven auf ihn spiegeln sich auch in ihnen wider.

Das BrotfabrikKINO zeigt eine Auswahl davon. Zu sehen sind »Klassiker« wie Ken Loachs »Land and Freedom«, Hans-Magnus Enzensbergers Film über den legendären Buenaventura Durruti oder das Frühwerk des Oscarpreisträgers Pepe Danquart – »Die lange Hoffnung«. Aber auch selten zu sehende Filme wie »Solange du lebst« von Harald Reinl und »Madrid« von Basilio Martín Patino, sowie historische Produktionen aus der Zeit des Bürgerkriegs werden gezeigt. Zudem wird es mit »Außen abgekühlt doch voller Glut im Innern« von Dieter Nelles und Volker Hoffmann eine Premiere geben und Vicente Arandas »Libertarias« wird erstmals mit deutschen Untertiteln zu sehen sein.

Bei einer Reihe von Vorführungen werden Filmemacher, Zeitzeugen und Experten anwesen sein.

Begleitend sind Teile der Ausstellung »Tragödie der Freiheit – Revolution und Krieg in Spanien 1936-39. Fragmente.« zu sehen.

Programm


Eintritt zu allen Veranstaltungen frei

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Veranstaltungsrückblick