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Date(s) - 10/04/2026
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Zwischen 2016 und 2024 entstanden 250 Kohlezeichnungen in zwei dicken Notizbüchern, die die Memoiren von Rudolf Rocker illustrieren. Der 1873 in Mainz geborene Rocker schildert die Geschichte der deutschen sozialistischen Jugend (die Spaltung zwischen Sozialdemokraten und Anarchisten), die Internationalisierung der Bewegung und die Frage nach den Schlüsselfiguren des Anarchismus, die – ob freiwillig oder nicht – im permanenten Exil lebten. Für Leser, die an große historische Darstellungen gewöhnt sind, werden diese beiden Notizbücher hoffentlich eine Überraschung sein. Sie schildern Rockers Erfahrungen und seine persönliche Wahrnehmung der Ereignisse vor einem spezifischen historischen Hintergrund.
Sie thematisieren auch den Widerstand gegen staatliche
Gewalt, die anarchistische Kultur von Zeitschriften und
flüchtigen Schriften…
Diese fragmentarische und illustrierte Erzählung wird
von einem Text des Historikers und Anarchismus-forschers Florian Eitel begleitet, der den historischen Kontext liefert. Meine Notizbücher wurden durch das CIRA (Internationales Zentrum für Anarchistische Studien) in Lausanne, Schweiz, bereichert. Dank Rockers Buch, das mich viele Jahre lang begleitete, gewann ich ein tieferes Verständnis für die Arbeiterklasse und ihre Kämpfe in Europa. Besonders interessierte mich die wichtige Rolle libertärer Zeitschriften und Mikropublikationen für einen Teil der Bevölkerung und der Arbeiterklasse (Anarchisten wie Nicht-Anarchisten), die ihre eigenen Mittel zur Emanzipation, zum politischen Kampf und zur Bildung entwickelten.
Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben.
