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Veranstaltungs-Vorschau

Ausstellung vom 28. September bis 26. Oktober 2018

Perspektiven

Fotografien & Fragmente zu Revolution und Krieg in Spanien 1936-1939

Kuratorium: Ausstellungsgruppe "Tragödie der Freiheit" und Hausverein Haus der Demokratie
Ort: Haus der Demokratie, 1. Hof, Erdgeschoss

Freitag, 5. Oktober 2018, 19:00 Uhr

Rolf Cantzen und Bodo Dringenberg: Jaroslav Hašek - Anarchist, Biertrinker und Schriftsteller

Vorstellung einer Neuerscheinung durch die Autoren

Der Roman "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" gehört zur Weltliteratur - sein Schöpfer, der tschechische Schriftsteller Jaroslav Hašek (1883-1923), ist dagegen kaum bekannt. Er war zeitweise Anarchist, politischer Agitator und Gründer der "Partei für den gemäßigten Fortschritt im Rahmen des Gesetzes", einer burlesken Protest-Partei, die wesentliche Elemente des Polit-Happenings vorwegnahm. Hašek schrieb zahllose Satiren und Kurzgeschichten und betrieb ein "kynologisches Institut": erfundene Hunderassen mit fiktivem Stammbaum und gefärbtem Fell führten sowohl Zoologen wie wohlhabende Käufer aufs Glatteis. Im Ersten Weltkrieg wechselte er mehrmals das Lager und wurde zweimal zum Tode verurteilt - zurück in Prag schrieb er schließlich desillusioniert seinen "Schwejk". Die von ihm beschriebene Großmäuligkeit der Herrschenden und ihre verkorksten Versuche ideologischer Sinnstiftung kennen wir bis heute - Hašek zerlegte sie höchst unterhaltsam und mit literarischer Souveränität, selbst dann, wenn die Verhältnisse ihn auszulöschen drohten.
(Buchvorstellung mit Diskussion)

Rolf Cantzen und Bodo Dringenberg: Biere, Tiere, Anarchie. Jaroslav Hašek - mehr als Schwejk. Launenweber Verlag, Köln 2018, 173 S., 22 EUR, ISBN 978-3-9817920-9-6

Der Bibliotheksraum
Freitag, 12. Oktober 2018, 18:30 Uhr

Bibliothek der Freien

Vorstellung der Bibliothek

Ein Mitarbeiter gibt allen Interessierten einen Einblick in das Bibliotheksprojekt und eine Orientierung über unsere Bestände an Büchern, Zeitschriften, Archivalien usw.

Dienstag, 30. Oktober 2018, 19:00 Uhr

Lou Marin: Im Kampf gegen die Tyrannei. Gewaltfrei-revolutionäre Massenbewegungen in arabischen und islamischen Gesellschaften

Vorstellung einer Neuerscheinung durch den Co-Herausgeber

Die Kriege im Nahen Osten und in der afrikanischen Sahelzone treffen vor allem ZivilistInnen und zwingen Millionen von Menschen zur Flucht. Viele Medien stellen nur die bewaffneten Militärs und Milizen als Handelnde dar, denen eine angeblich passive, ihnen ausgelieferte Bevölkerung gegenübersteht. Dieses Bild lässt jedoch in Vergessenheit geraten, dass in den arabischen Aufständen des Jahres 2011 Militärdiktaturen auf gewaltfreie Weise gestürzt oder ins Wanken gebracht worden sind.
Das neu erschienene Buch über gewaltfrei-revolutionäre Massenbewegungen in arabisch-islamischen Ländern hat zwei Schwerpunkte: zum einen die syrische gewaltfreie Massenbewegung während der Jahre 2011 bis 2013 u.a. mit einer Darstellung der Freien Frauen Darayyas, des Mazaya-Frauenzentrums und des Einflusses des Anarchisten Omar Aziz auf die entstehende Rätebewegung in Stadtteilen und ganzen Regionen Syriens - diese sozialrevolutionären Ansätze wurden durch die Gründung der Freien Syrischen Armee (FSA), neue islamistische Tyranneien sowie Interventionskriege vernichtet. Den zweiten Schwerpunkt bildet die gewaltfreie Massenbewegung im Sudan von 1983 bis 1985. Sie wurde wesentlich durch den Sufi, Antikolonialisten und libertären Interpreten des Koran, Mahmud Taha, und seine Organisation Republikanische Brüder geprägt. Taha entwickelte ein föderalistisches Konzept, das den Krieg zwischen Nord- und Südsudan und den späteren Massenmord in Darfur hätte verhindern können. 1985 wurde er als "Ketzer" hingerichtet.
(Buchvorstellung mit Diskussion)

Im Kampf gegen die Tyrannei. Gewaltfrei-revolutionäre Massenbewegungen in arabischen und islamischen Gesellschaften. Der zivile Widerstand in Syrien 2011-2013 und die "Republikanischen Brüder" im Sudan 1983-1985. Hrsg. von Guillaume Gamblin, Pierre Sommermeyer und Lou Marin. Verlag Graswurzelrevolution, Heidelberg 2018. 144 S., 13,90 EUR, ISBN 978-3-939045-34-2

Freitag, 16. November 2018, 19:00 Uhr

Aufstieg und Niedergang der Räte-Bewegung

Hundert Jahre Novemberrevolution 1918

Der 100. Jahrestag der Novemberrevolution bietet Anlass zu kritischer Reflexion und Erinnerung. Als Einstieg dient Pliviers dokumentarischer Roman 'Der Kaiser ging, die Generäle blieben', in welchem der Ablauf der Ereignisse aus Sicht eines anarchistischen Matrosen geschildert wird. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht jedoch die Entwicklung der Arbeiter- und Soldaten-Räte, die einen Ausweg aus der Sackgasse sozialdemokratischer und kommunistischer Organisations-Konzepte boten. Warum sind die Räte dennoch gescheitert? Wurden sie verraten? Die Räte-Idee ist orthodoxen Linken bis heute ein Rätsel und Ärgernis geblieben - dabei ist es überaus lohnend, das historisch wie aktuell brisante Thema näher in Augenschein zu nehmen.
(Vortrag mit Diskussion)

Freitag, 23. November 2018, 19:00 Uhr

Günter Gempp: Freiheit und Wahrheit!

Anarchismus und die Bedeutung der Wahrheit

Wie wa(h)r es doch gleich? Die Geschichte ist voller Fragen und Behauptungen, oft wird sie uns als schier undurchdringlicher Wust  überliefert, verzerrt durch Angst, Scham, Interessen und Machtansprüche. Die Wahrheit ist oft darunter verschüttet und um sie zu bergen ist Neugier, Mut und Gerechtigkeitssinn nötig. Widerstand gegen Unmenschlichkeit ist stets mit der Frage nach Wahrheit verbunden - Täuschung, Lüge, Verharmlosung, "FakeNews" usw. sind dagegen oft Fortsetzungen von Macht und Gewalt. Anarchismus und Wahrheit verlangen gleichermaßen nach Wissen und Entscheidungsfähigkeit, nach Überzeugungen und Werten, geprüft am Maßstab dessen, was wir über die Welt um uns herum wissen. Günter Gempp geht in seinem Vortrag von seiner eigenen Geschichte aus und wird unter anderem zeigen, dass Anarchismus als Idee und Praxis von Freiheit und Gerechtigkeit eine authentische, an Wahrheit und Wahrhaftigkeit orientierte Kommunikation erfordert. Er verknüpft dabei die philosophische Darstellung mit ethnologischen und historischen wie auch mit selbst erlebten Beispielen, wozu auch alle anderen Anwesenden eingeladen sind.
(Vortrag mit Diskussion)

Freitag, 7. Dezember 2018, 18:30 Uhr

Die Gustav Landauer Denkmalinitiative (Berlin)

Projektvorstellung

Am 2. Mai 1919 wurde der Schriftsteller, Übersetzer, (Anti-)Politiker und libertäre Sozialist Gustav Landauer bei seiner Einlieferung ins Gefängnis Stadelheim (München) von Soldaten brutal ermordet. Die Gustav Landauer Denkmalinitiative (Berlin) wurde im Januar 2015 gegründet; bis zu seinem 100. Todestag am 2. Mai 2019 will sie in Berlin - der über viele Jahre wichtigsten Stätte seines Wirkens - einen Ort schaffen, der an Landauer und die libertäre Bewegung seiner Zeit öffentlich und gut sichtbar erinnert. Zu diesem Zweck soll am 1. Mai 2019 in zentraler Lage ein Denkmal eingeweiht und so eine dauerhafte Markierung in der Erinnerungstopographie Berlins realisiert werden.

Der Bibliotheksraum
Freitag, 14. Dezember 2018, 18:30 Uhr

Bibliothek der Freien

Vorstellung der Bibliothek

Ein Mitarbeiter gibt allen Interessierten einen Einblick in das Bibliotheksprojekt und eine Orientierung über unsere Bestände an Büchern, Zeitschriften, Archivalien usw.

 

 

Eintritt zu allen Veranstaltungen frei

 

Wer per E-Mail über die Veranstaltungen der Bibliothek der Freien informiert werden will, sende bitte eine Mail an: Subscribemail@BibliothekderFreien.de

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