Das Logo der Bibliotek der Freien Engel u. Teufel

Rückblick auf die Veranstaltungen der Bibliothek der Freien im Jahr 2017

Der Bibliotheksraum
Freitag, 6. Januar 2017, 18:30 Uhr

Bibliothek der Freien

Vorstellung der Bibliothek

Ein Mitarbeiter gibt allen Interessierten einen Einblick in das Bibliotheksprojekt und eine Orientierung über unsere Bestände an Büchern, Zeitschriften, Archivalien usw..

Freitag, 20. Januar 2017, 19:00 Uhr

Beyond the red lines – Jenseits der roten Linien: Systemwandel statt Klimawandel

Filmvorführung zu den Klimakämpfen mit Einführung und Diskussion

„Ob im rheinischen Braunkohlegebiet, am Hafen von Amsterdam oder auf den Straßen von Paris während des Weltklimagipfels, die Kämpfe für Klimagerechtigkeit werden an immer mehr Fronten geführt. Beyond the red lines (Jenseits der roten Linien) ist die Geschichte einer wachsenden Bewegung, die ,Es reicht! Ende Gelände!‘ sagt, zivilen Ungehorsam leistet und die Transformation hin zu einer klimagerechten Gesellschaft selber in die Hand nimmt“ (aus der Filmbeschreibung). Sind die Kämpfe für Klimagerechtigkeit ein neuer Impuls und ein neuer Ansatz in der anarchistischen Geschichte der Ideen und des Handelns? Dieser Dokumentarfilm inspiriert dazu, den Begriff „Utopie“ wieder positiv zu besetzen. Manche der Diskussionen der Aktiven erinnern an Theorie und Praxis des US-amerikanischen Anarchisten Murray Bookchin (1921-2006) und an seine Suche nach einer „Ökologie der Freiheit“. Der Film vertritt nur indirekt eine libertäre Position, dennoch ist er spannend zu sehen und eine lebendige Diskussion wert.
Vorweg gibt es einen einführenden Kurzvortrag zu Themen wie: Dezentrale Kraftwerke global und lokal – statt umweltzerstörender Atom-und Kohlekraftwerke, Lehm- und Holzhäuser – statt profitabler Betonburgen. (Filmvorführung mit Einführung und Diskussion)

Der Bibliotheksraum
Freitag, 3. Februar 2017, 18:30 Uhr

Bibliothek der Freien

Vorstellung der Bibliothek

Ein Mitarbeiter gibt allen Interessierten einen Einblick in das Bibliotheksprojekt und eine Orientierung über unsere Bestände an Büchern, Zeitschriften, Archivalien usw..

Buchcover: Der Streit der Kritik mit Kirche und Staat von Edgar Bauer
Samstag, 11. Februar 2017

Subversive Schätze von Edgar Bauer und Bakunin

Ein Workshop aus der Reihe über hochkarätige anarchistische Bücher

Die anarchistische Literatur ist eine unermessliche Inspirationsquelle. Zum Ärger von Kleingeistern und Dogmatikern sind zahllose anarchistische Werke aktuell geblieben und bis heute in der Lage, neue Horizonte zu eröffnen. Libertäre aus vergangenen Zeiten haben damit Fundamente emanzipatorischen Denkens geschaffen, auf denen wir stehen, und ein Reflexions-Niveau erreicht, von dem wir nur profitieren können. Zwei dieser Schätze wollen wir in dem Workshop vorstellen und für heute nutzbar machen:

  • Edgar Bauers 'Der Streit der Kritik mit Kirche und Staat'
  • Bakunins 'Die revolutionäre Frage. Föderalismus, Sozialismus, Antitheologismus'

Begrenzte Anzahl von Plätzen. Anmeldung per E-Mail bis 3. Februar: workshop[at]bibliothekderfreien.de Die organisatorischen Details werden mit der Anmeldebestätigung übersandt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Der Bibliotheksraum
Freitag, 3. März 2017, 18:30 Uhr

Bibliothek der Freien

Vorstellung der Bibliothek

Ein Mitarbeiter gibt allen Interessierten einen Einblick in das Bibliotheksprojekt und eine Orientierung über unsere Bestände an Büchern, Zeitschriften, Archivalien usw..

Freitag, 10. März 2017, 19:00 Uhr

1917–2017: 100 Jahre Russische Revolution

Ein Versuch über libertäre Geschichte und aktuelle Erkenntnisse

Schon Michail Bakunin prophezeite im Streit mit den MarxistInnen seiner Zeit die üblen Folgen eines autoritären „Sozialismus“. Zeitzeugen der Russischen Revolution beobachteten später die neue „Sowjetgesellschaft“, so Emma Goldman, Alexander Berkman, Volin, Augustin Souchy und Rudolf Rocker.
1920 schon verfasste Rudolf Rocker seine Broschüre „Der Bankerott des russischen Staatskommunismus“. Was wurde aus der Forderung „alle Macht den Räten“ im kommunistischen Staat? Wieso kam es im Frühjahr 1920 in Petrograd zu einem heimlichen Treffen der AnarchistInnen? Weshalb schrieb Berkman im französischen Exil ein Buch mit dem Titel „Der Bolschewistische Mythos“? Der Vortrag bietet eine kompakte Darstellung brisanter Wahrheiten rund um die Revolution in Russland, aus denen auch heute noch zu lernen ist. (Vortrag und Diskussion)

Der Bibliotheksraum
Freitag, 7. April 2017, 18:30 Uhr

Bibliothek der Freien

Vorstellung der Bibliothek

Ein Mitarbeiter gibt allen Interessierten einen Einblick in das Bibliotheksprojekt und eine Orientierung über unsere Bestände an Büchern, Zeitschriften, Archivalien usw.

Samstag, 8. April 2017, 15.00 Uhr

Systemwandel statt Klimawandel

Workshop zum Film "Beyond the red lines"

Nachdem wir im Januar den Film "Beyond the red lines" in der Bibliothek gezeigt haben, soll nun im Rahmen eines Workshops profunder auf die Thematik eingegangen werden. Dabei werden unter anderem folgende Themenbereiche eine Rolle spielen: Gefahren des Öko-Kapitalismus - Grundlagen eines anarchistischen Rätemodells (lokal und global), das den Kapitalismus überwinden kann - technologische Lösungen für eine sozial-ökologische Anarchie - wie ein Solarherd in der Nacht funktioniert - Kombination aus Stirlingmotor, Windanlagen und Biogas für ein dezentrales Energiemanagement - wie die Kugel-Lager "länger laufen lernten" und vieles mehr.

Freitag, 28. April 2017, 19.00 Uhr

Augustin Souchy

Anarchistischer Sozialismus

Der deutsche Anarchosyndikalist Augustin Souchy (1892-1984), der sich selbst als "Student der Revolution" bezeichnete, war in vielen Ländern aktiv. 1939 erlebte er die Niederlage der spanischen Revolution, Anfang der 1960er Jahre bereiste er Cuba: "Leider enden auch siegreiche Befreiungsrevolutionen oft mit einem neuen Unterdrückungsregime, wie die Geschichte von Robespierre bis Fidel Castro lehrt." Im Aufbruch-Jahr 1968 sah Souchy, wie sich die verbürgerlichten Kommunistischen Parteien in Frankreich und Italien gegen die Revolution wandten und wie die Mehrheit der Arbeiter_innen eher vom Konsumismus als vom Kommunismus träumte. Trotzdem hielt er an einem revolutionären Emanzipations-Ideal fest: Selbstverwaltung statt Kommandowirtschaft, anarchistische Rätestruktur statt Verstaatlichung und Monopol-Partei. Souchy empfahl, sich kritisch mit den Revolutionen des 20. Jahrhunderts auseinanderzusetzen, denn diese können uns "zur Lehre dienen, um Irrtümer zu vermeiden, Fehler zu unterlassen und neue Wege zu beschreiten." (Vortrag mit Diskussion)

Der Bibliotheksraum
Freitag, 5. Mai 2017, 18:30 Uhr

Bibliothek der Freien

Vorstellung der Bibliothek

Ein Mitarbeiter gibt allen Interessierten einen Einblick in das Bibliotheksprojekt und eine Orientierung über unsere Bestände an Büchern, Zeitschriften, Archivalien usw.

Camillo Berneri
Freitag, 12. Mai 2017, 19.00 Uhr

Europa zwischen Totalitarismus und Demokratie

Vor 80 Jahren wurde Camillo Berneri in Barcelona von der kommunistischen Geheimpolizei ermordet

Im zweiten Jahr des Spanischen Bürgerkriegs nahmen die Spannungen innerhalb des antifaschistischen Lagers rasant zu und erreichten während der "Maitage" (1937) vor 80 Jahren ihren Höhepunkt: Die bewaffneten Zusammenstöße in Barcelona zwischen kommunistischen und anarchistischen Einheiten markieren dabei ein einschneidendes Ereignis in der Linken Geschichte: Antifaschisten töten Antifaschisten. Mit der Durchsetzung des kommunistischen Machtanspruchs wurde die Soziale Revolution und der Verteidigungswillen der Spanischen Republik gebrochen. Der Sieg Francos war nur noch eine Frage der Zeit, Hitler und Stalin gingen als Sieger aus dem Spanien-Konflikt hervor.

Camillo Berneri (1897-1937) war ein scharfsinniger Beobachter dieser Entwicklung. Er hatte bereits in Italien gegen den aufkommenden Faschismus gekämpft, floh ins französische Exil und eilte nach Spanien, als 1936 die Revolution ausbrach. Er kämpfte mit der Waffe an der Aragon-Front und mit der Schreibmaschine für die Ideen der Sozialen Revolution und gegen die Stalinisierung des Antifaschismus. Während der Maitage 1937 wurde Berneri, der intellektuelle und organisatorische Kopf der kämpfenden italienischen Anarchisten in Spanien, von einem kommunistischen Todeskommando aus seiner Wohnung entführt und zusammen mit seinem Genossen Francesco Barbieri erschossen. Mit der Veranstaltung wollen wir an Berneri als aufrechten hellsichtigen Revolutionär erinnern, dessen Schriften noch heute lesens- und nachdenkenswert sind. (Vortrag und Diskussion)

Buchcover
Freitag, 19. Mai 2017, 19.00 Uhr

Dominique Miething: »Unser Wille zur Macht werde Protest gegen alle Formen der Unterdrückung ...«

Zur Rezeption von Friedrich Nietzsche im Anarchismus Vorstellung einer Neuerscheinung

Als der libertäre Arzt Fritz Brupbacher (1874-1945) den im Titel genannten Aufruf 1943 formulierte, war es bereits zu spät. Totalitäre Herrschaftsformen hatten sich um seine schweizerische Heimat herum etabliert. Bedrückt von diesem Zustand verfasste Brupbacher Dutzende Aphorismen, in denen er versuchte, psychologische Mechanismen zu beschreiben, mit denen Menschen in Zukunft dem Autoritarismus widerstehen könnten. Dabei berief er sich auch auf den Gedanken vom "Willen zur Macht" aus der Philosophie Nietzsches, ebenso wie es vor ihm viele andere Anarchistinnen und Anarchisten aus Brupbachers Generation getan hatten. (Buchvorstellung durch den Autor)

Dominique F. Miething: Anarchistische Deutungen der Philosophie Friedrich Nietzsches. Deutschland, Großbritannien, USA (1890-1947). Nomos, Baden-Baden 2016, 533 S., 99 EUR, ISBN 978-3-8487-3711-6

Der Bibliotheksraum
Freitag, 9. Juni 2017, 18:30 Uhr

Bibliothek der Freien

Vorstellung der Bibliothek

Ein Mitarbeiter gibt allen Interessierten einen Einblick in das Bibliotheksprojekt und eine Orientierung über unsere Bestände an Büchern, Zeitschriften, Archivalien usw.

Freitag, 16. Juni 2017, 19.00 Uhr

Jonathan Eibisch: Wozu Postanarchismus?

Neues zur anarchistischen Theorieentwicklung

Seit den 2000ern wird vor allem im englischsprachigen Raum systematisch eine Verbindung zwischen poststrukturalistischem Denken und anarchistischen Gesellschaftstheorien betrieben, die langsam aber stetig vorangebracht wird. Schnittpunkte wurden von Anarchist_innen gleichwohl schon viel früher ausgemacht, wobei die Erneuerung des Anarchismus eine Infragestellung seiner klassischen Annahmen beinhaltet - dies betrifft beispielsweise Menschenbilder, Ideen der Aufklärung oder das Geschichtsverständnis. Postanarchismus beschreibt jedoch keine "neue" anarchistische Strömung, sondern stellt einen Versuch zur Selbstreflexion dar. Der Vortrag führt in postanarchistische Grundgedanken ein, um ihre Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die postanarchistische Perspektive wird insbesondere anhand der Begriffe Subjekt, Widerstand, Emanzipation, Staat, Hegemonie und (Anti-)Politik entfaltet, um sie anschließend gemeinsam zu diskutieren. (Vortrag mit Diskussion)

GnuPG-Logo
Samstag, 24. Juni 2017, 14.00 Uhr

Sichere E-Mailkommunikation

Workshop zur E-Mailverschlüsselung mit PGP für Einsteiger

Pretty Good Privacy (PGP) ist der Standard zur E-Mailverschlüsselung schlechthin. Im Jahr 1991 entwickelt, hat er den Test der Zeit bis heute bestanden, gerade im Bereich der Kryptographie eine nicht zu unterschätzende Leistung. Im Rahmen des Workshops werden kurz die zugrunde liegenden Prinzipien erklärt, hauptsächlich soll es aber um die PGP-Einrichtung und dann um das verschlüsselte Kommunizieren selbst gehen. Wir sind auf Windows und Linux vorbereitet, bringt eure Laptops und Kuchen oder Kekse mit! Einen Windows-Laptop stellen wir zur Verfügung, Kaffee und Tee haben wir vor Ort.

Dienstag, 4. Juli 2017, 18:00 Uhr

"Kein Gott, kein Herr!" Eine Geschichte der Anarchie

Ein ARTE-Dokumentarfilm von Tancrède Ramonet

Auf zahlreiche Original-Dokumente wie Wochenschauen, Fotos und Zeitungen gestützt, erzählt Tancrède Ramonet die spannende Geschichte der anarchistischen Ideen von ihren Anfängen bis zum Zweiten Weltkrieg. Eine reich bebilderte Zeitreise von Proudhon über die mexikanische Revolution bis zu Durruti im Spanischen Bürgerkrieg. Das historische Fresko reicht von Russland und Japan über Spanien und die USA bis nach Frankreich und Argentinien und hat seit der deutschen Erstausstrahlung im April 2017 vielfaches Echo in der Öffentlichkeit gefunden. Nach dem Film sollen die Ergebnisse und Grenzen der Darstellung diskutiert werden.
Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Bibliothek der Freien mit dem Lichtblick-Kino (Filmvorführung mit Diskussion)


F 2016. Zweiteiliger Dokumentarfilm, 142 min. Regie: Tancrède Ramonet
Veranstaltungsort: Lichtblick-Kino, Kastanienallee 77, 10435 Berlin (Prenzlauer Berg)
Eintritt: 7 € (5,50 €) | Ticket-VVK

Der Bibliotheksraum
Freitag, 7. Juli 2017, 18:30 Uhr

Bibliothek der Freien

Vorstellung der Bibliothek

Ein Mitarbeiter gibt allen Interessierten einen Einblick in das Bibliotheksprojekt und eine Orientierung über unsere Bestände an Büchern, Zeitschriften, Archivalien usw.

 

Wer per E-Mail über die Veranstaltungen der Bibliothek der Freien informiert werden will, sende bitte eine Mail an: Subscribemail@BibliothekderFreien.de

Veranstaltungsrückblick

Sitemap Impressum Kontakt Startseite Seitenanfang