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Rückblick auf die Veranstaltungen der Bibliothek der Freien im Jahr 2000

15. Dezember 2000

William Godwin

William Godwin
Der erste Anarchist über das Eigentum

William Godwins Untersuchung über die politische Gerechtigkeit’ von 1793 gilt als erstes Werk des philosophischen Anarchismus. Doch auch wenn seine Ablehnung staatlicher Gewaltmethoden und sein Eintreten für wirtschaftliche Gleichheit spätere anarchistische Positionen vorwegzunehmen scheint, steht sein Denken doch quer zu jeder Form des sozialen Denkens in der Folgezeit. Die »politische Gerechtigkeit« ist zugleich antikollektivistisch, antiparlamentarisch, antipluralistisch, antirevolutionär und gegen jedes organisierte Vorgehen, ein letztes Werk der Aufklärung, ebenso rational wie bizarr, ein Text ohne Vorgänger und Nachfolger. Die Lesung stellt Auszüge aus dem abschließenden Kapitel über das Eigentum in einer neubearbeiteten Übersetzung vor.

17. November 2000

Theodor Plivier: Der Kaiser ging, die Generäle blieben.

Ein libertärer Blick auf die Novemberrevolution 1918

Der Blick zurück - der Zukunft zugewandt. Der Weddinger Maurerlehrling, Matrose und Schriftsteller T. Plivier beschrieb in diesem Roman den Auf- und Niedergang der Novemberrevolution, den Untergang des Kaiserreiches und die enstehende neue Republik. Fatal der nationale Taumel der Arbeiter zum Kriegsbeginn trotz aller Solidaritätsbekundungen.

Mühsam der Schritt vom Verbluten im Schützengraben bis zur Rebellion. Und kaum gewonnen - so zerronnen. Eine sozialkritische Belletristik, deren »Entdeckung« noch heute anregt zum Nachdenken und zur Diskussion.

20. Oktober 2000

Was ist eigentlich Anarchie?

Schneiden der Marionettenfäden
Vier unkontrollierte Stellungnahmen
Die Beiträge im Wortlaut

»Der Anarchismus ist, wie ich gern sage, erfreulicherweise ein sehr umfangreicher Gegenstand, ein Gebiet, auf dem, wie wenig auch die grosse Allgemeinheit noch darüber unterrichtet ist, nicht Armut und Dürftigkeit, sondern reiche Fülle vorhanden ist; Leben der vielfachsten Art, wie es die Natur bringt, nicht die dogmatische Dürre der Pedanten und Gesetzgeber, die sich einbilden, das Leben in Formeln und Paragraphen fassen und einsperren zu können.« [Max Nettlau]

22. September 2000

»Gott sei dank - die Zeit der Theorie ist vorüber«

Der junge Michael Bakunin
Der junge Bakunin: Von Hegel zur Revolution

Bakunins Beiträge zur emanzipatorischen Ideengeschichte Europas sind lange Zeit unterschätzt worden und stellen zum Teil noch heute einen Geheimtip für Querdenker/-innen dar. Besonders seine frühen Jahre [vor 1848] gilt es noch zu entdecken: Sie werden meist weniger wahrgenommen als die späten [erklärt anarchistischen] Jahre - wenn auch zu Unrecht: In seiner Überwindung der hegelianischen Philosophie zugunsten der Vision eines herrschaftslosen Sozialismus bezieht er bereits früh anarchische Positionen:

»Ich bin kein Theoretiker mehr«, schrieb er im März 1845, »ich habe Metaphysik und Philosophie in mir besiegt und mich mit Leib und Seele in die praktische Welt gestürzt. Den Menschen befreien, das ist die einzig legitime Einflußnahme.«

Anarchie A mit Fragezeichen
16 . Juni 2000

Was ist Anarchismus

Eine klassische Antwort aus Amerika.
5. Mai 2000

Bernd Kramer: »O nein, Bruder! Der Deutsche ist ein zivilisierter Mensch ...«

Barrikaden 1849 Dresden
Lesung und Diavorführung zum 151. Jahrestag der Dresdner Mai-Revolution 1849

Bernd Kramer liest aus seinem Gesellenstück: »Laßt uns die Schwerter ziehen, damit die Kette bricht ...« Michael Bakunin, Richard Wagner und andere während der Dresdner Mai-Revolution 1849 [Karin Kramer Verlag 1999]

28. April 2000

Emanzipatorische Perspektiven am Ende der Arbeitsgesellschaft.

André Gorz: Arbeit zwischen Misere und Utopie
Lesung aus dem neuen Buch von André Gorz: »Arbeit zwischen Misere und Utopie«.
17. März 2000

»Ich werde der unmögliche Mensch bleiben, solange die jetzt möglichen Menschen so bleiben, wie sie sind.«

Bakunins Briefe an Alexander Herzen
18. Februar 2000

Der versteckte libertäre Geist in Theodor Pliviers Romantrilogie Moskau-Stalingrad-Berlin

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