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Zum Verhältnis von Anarchismus und Freiwirtschaft

Aus der Vorbemerkung zu Katalog Nr. 3 der Freiwirtschafts-Sammlung

Warum eine Freiwirtschafts-Sammlung in einer anarchistischen Bibliothek? Zum Verhältnis von Anarchismus und Freiwirtschaft von Markus Henning

»Der Weg der Menschheit zur anständigen Gemeinschaft wird mit mancher Fuhre Erde aus dem Garten Silvio Gesells gestampft sein.« [Erich Mühsam]3

Eine offene und ernsthafte Diskussion zwischen den jeweiligen Grundpositionen, Reformansätzen und Zukunftsentwürfen könnte für beide politischen Ideenströmungen anregend und belebend wirken. Gerade auf ökonomischem Gebiet besteht im Anarchismus nach wie vor großer Nachholbedarf. Bei dessen Aufarbeitung kommt einer Analyse der libertären Potentiale von freiwirtschaftlichen Konzepten einer ausbeutungsfreien Marktwirtschaft eine wichtige Rolle zu. Das Verharren in der Gedankenwelt marxistischer Ökonomietheorie blockierte in der Vergangenheit leider noch allzu oft ein vorurteilsfreies Herangehen und eine wirklich inhaltliche Auseinandersetzung. Politische Abgrenzungsmanöver und massive Denunziationen gegen die Freiwirtschaftsbewegung und ihren Begründer, den deutsch-argentinischen Geld- und Bodenreformer Silvio Gesell [1862-1930], verfehlten auch im anarchistischen Lager nicht ihre Wirkung.4

Dabei lag für Gesell die Nähe der von ihm projektierten »Natürlichen Wirtschaftsordnung« [NWO] zu libertären Zielvorstellungen auf der Hand - und das nicht allein wegen seiner Wertschätzung für den großen französischen Anarchisten Pierre-Joseph Proudhon. Die unorthodoxen ökonomischen Reformkonzepte Gesells zielten auf eine Überwindung der menschenverachtenden und naturzerstörenden Grundbastionen des Kapitalismus. Mit der Einführung eines umlaufgesicherten Freigeldes sollte das menschliche Wirtschaften befreit werden aus dem Würgegriff eines dysfunktionalen, allein von den verselbständigten Zwängen zinsmäßiger Verwertung beherrschten Geldsystems. Parallel dazu forderte Gesell eine Rückführung der Bodenschätze und natürlichen Ressourcen in die Hände der Allgemeinheit. Das notgedrungen monopolistische Privateigentum am nicht vermehrbaren Naturgut Grund und Boden sollte durch seine Sozialisierung in Freiland überführt werden. Parzellen könnten zur individuellen oder kollektiven Nutzung verpachtet werden, der Pachtertrag würde dann der Allgemeinheit zugute kommen. Gesell sah hierfür die Ausschüttung zu gleichen Teilen an die Mütter vor, um deren ökonomische Unabhängigkeit - auch von den Männern - sicherzustellen. Die freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform würde die Voraussetzungen schaffen für ein marktwirtschaftliches Wirtschaftssystem ohne kapitalistisch-staatssozialistische Abhängigkeitsverhältnisse, ohne Wirtschaftskrisen, Arbeitslosigkeit, soziales Elend und ohne Raubbau an Mensch und Natur.

Gesell selbst sah sich mit diesen wirtschaftspolitischen Vorgaben auch in einer anarchistischen Traditionslinie. Diese spiegelte sich wider im erklärtermaßen antistaatlichen Charakter seines Projektes, vor allem aber in dem radikalen Begriff individueller Befreiung, den er diesem zugrunde legte. Mit der freiwirtschaftlichen Herstellung ökonomischer Verteilungsgerechtigkeit, gleicher Ausgangsbedingungen für den marktwirtschaftlichen Wettbewerb und einer strukturellen Offenheit für vielfältige Formen freiwilliger wirtschaftlicher Zusammenschlüsse verfolgte Gesell ein weitgehendes emanzipatorisches Ziel: Es sollten wesentliche Hindernisse aus dem Weg geräumt werden für eine » [...] Entwicklung vom Herdenmenschen, vom Teilmenschen zum selbständigen Vollmenschen, zum Individuum und Akraten, also zum Menschen, der jede Beherrschung durch andere ablehnt [...] Die N.W.O., die ohne irgendwelche gesetzlichen Maßnahmen von selber steht, die den Staat, die Behörden, jede Bevormundung überflüssig macht [...], gibt dem strebenden Menschen die Bahn frei zur vollen Entfaltung des Ich’, zu der von aller Beherrschtheit durch andere befreiten, sich selbst verantwortlichen Persönlichkeit, die das Ideal Schillers, Stirners, Nietzsches, Landauers darstellt.«5

Die Freiwirtschaftsbewegung entwickelte sich im deutschsprachigen Raum seit der Jahrhundertwende bis zu ihrer Zerschlagung durch den Nationalsozialismus 1933/34 in einem politisch breitgestreuten Spektrum. Unter ihren Hauptströmungen finden wir ganz folgerichtig von Anfang an auch eine erklärt individual-anarchistische Fraktion. Deren Protagonisten wie Rolf Engert, Georg Blumenthal, Richard Batz oder Hans Timm bemühten sich verstärkt um den Brückenschlag von den Ideen Gesells zum libertären Sozialismus sowie um eine Verknüpfung der Freiwirtschaft mit anarchistischen Aktionsformen. Seit den 20er Jahren gehörte etwa die Propaganda für den »Geldstreik« als direkte Aktion ebenso dazu wie die praktische Selbstorganisation währungspolitischer Experimente und bodenreformerischer Freilandversuche.6

Besonders in diesen Ausformungen lassen sich auch heute noch interessante Anknüpfungspunkte für anarchistische Überlegungen finden. Ergänzend dazutreten müßte eine Auseinandersetzung mit aktuellen Weiterentwicklungen freiwirtschaftlicher Theorie und Praxis. Das Erscheinungsbild und die krisenhafte Gesamtsymptomatik des kapitalistischen Wirtschaftssystems haben sich in den Jahrzehnten des keynesianischen Staatsinterventionismus und den nachfolgenden Wirtschaftsstrategien der neoklassischen Wachstumstheorien entscheidend verändert. Bei aller Übereinstimmung in den fehlerhaften Grundstrukturen ist der heutige »organisierte« Kapitalismus nicht mehr unmittelbar vergleichbar mit frühkapitalistischen Verhältnissen oder dem »liberalen« Kapitalismus etwa der Weimarer Zeit. Diesen Veränderungen muß sich auch ein zeitgemäßes anarchistisches Denken stellen. Wichtige Anregungen kann es dabei von modernen freiwirtschaftlichen Analysen empfangen, z.B. was die Zinsproblematik, den irrationalen Wachstumszwang, die Umweltzerstörung, Verschleiß- und Rüstungsgüterproduktion betrifft oder die tieferen monetären Ursachen der allgemeinen Finanz- und Verschuldungskrise in der Weltökonomie.

Von großem Interesse sind auch die während der letzten Jahre von freiwirtschaftlicher Seite initiierten Ansätze zur praktischen Realisierung ökonomischer Alternativmodelle. Beispielhaft dafür steht etwa die 1991 vom »Seminar für freiheitliche Ordnung« in den neuen Bundesländern durchgeführte Erbbaurechts-Initiative. Diese setzte sich in einer großangelegten Informationskampagne für die Beibehaltung des öffentlichen Eigentums an Gemeindegrundstücken ein, um das Gebiet der ehemaligen DDR angesichts der erforderlichen Neuordnung der Bodennutzung nicht zu einem El Dorado privater Bodenspekulation verkommen zu lassen. Neben einer Verhinderung der negativen Begleiterscheinungen des Privatisierungsdruckes [wie spekulative Brachlegung, unbezahlbare Mieten, massenhafte Obdachlosigkeit usw.] bezweckte die Erbbaurechts-Initiative die Aufrechterhaltung der strukturellen Voraussetzungen einer kommunalen Selbstverwaltung des gemeindeeigenen Grund und Bodens nebst seiner natürlichen Ressourcen - ein pragmatisches Programm, das von anarchistischer Seite nur begrüßt werden kann: »Die Gemeinden verkaufen Grundstücke grundsätzlich nicht mehr an Private, sondern vergeben sie nur noch im Erbbaurecht [...] Über die Erbbauzinsen können die Gemeinden die künftigen großen Wertsteigerungen für sich und damit für das Wohl der Allgemeinheit vereinnahmen. Sie sichern sich ferner Planungsneutralität der Bodennutzung.«7

Von freiwirtschaftlichen Ideen und vom proudhonschen Tauschsozialismus ist auch die Tauschring-Bewegung beeinflußt, die sich seit geraumer Zeit in Deutschland ausbreitet. Tauschringe und lokale Währungsexperimente, wie etwa die Einführung von »Knochengeld« Ende 1993 in Berlin, haben eine Vielzahl internationaler Vorbilder: Etwa den WIR [Wirtschaftsring], bei dessen Gründung 1934 in Zürich Freiwirte und Anarchisten beteiligt waren, und das Talent-Experiment in der Schweiz, die Barter-Clubs in den USA oder das LETS [Local Exchange Trading System] in England. Die erfreulich bunte Vielfalt dieser praktischen Modelle ökonomischer Kooperation verbindet die Selbsthilfe der Beteiligten mit einer experimentellen Realisierung alternativer Wirtschaftsstrukturen. Die Beteiligten wollen nicht länger die Einführung einer nachkapitalistischen Gesellschaftsordnung abwarten, sondern »beginnen« im besten anarchistischen Sinne »hier und jetzt« mit der Selbstorganisation ihrer Bedürfnisse außerhalb der Zwänge des herrschenden Geldwesens. Die Möglichkeiten moderner Computervernetzung bieten dabei weitreichende Perspektiven für frei gewählte Tausch- und Verrechnungssysteme. Diese können die Versorgungslage der zusammengeschlossenen Personen oder Kollektive auch dadurch verbessern, daß innerhalb des Kooperationsverbundes Produkte und Leistungen erzeugt bzw. ausgetauscht werden können, die im Rahmen der herkömmlichen Geldwirtschaft keine Chance gehabt hätten.

Auch die weiterreichende Perspektive, durch die praktische Förderung eines Netzwerkes regionaler bzw. lokaler Ökonomien ein Gegengewicht zur Globalisierung der Märkte zu bilden, kommt dem Anarchismus und seinem föderalistischen Gesellschaftsmodell entgegen. Daher sollten Anarchisten und Anarchistinnen die Chance libertärer Einflußnahme nutzen und nicht beiseite stehen, wenn die Tauschring-Initiatoren auffordern: »Schließt euch zu einem großen lokalen Markt zusammen und macht euer eigenes Tauschmittel gleich selbst. Wartet nicht, bis jemand kommt und jedem und jeder eine Arbeit gibt, sondern nützt eure Talente, nehmt am Tauschkreis teil und erschafft euch euer eigenes Zahlungsmittel.«8

Anarchistische Verlage und Autoren haben während der letzten Zeit in verschiedenen Publikationen auf die mögliche Relevanz freiwirtschaftlicher Theorie- und Praxisansätze für zeitgemäße libertäre Konzepte hingewiesen.9 Eine Diskussion, die sich genau betrachtet erst im Anfangsstadium befindet und noch vertieft werden muß.

Umgekehrt wäre auch der Freiwirtschaftsbewegung eine intensive und selbstkritische Konfrontation mit den antiautoritären Prinzipien des Anarchismus zu empfehlen. Bei aller Schwerpunktsetzung auf wirtschaftliche Fragestellungen kommt die Freiwirtschaft nicht um das Problem einer politischen Umsetzbarkeit ihrer Konzepte herum. Leider ist im Bewußtsein vieler Freiwirte auch heute noch das Selbstverständnis verbreitet, eine »rein ökonomische« Bewegung zu sein, die zwecks Realisierung ihrer »politisch neutralen« Ideen die Fühler nach den unterschiedlichsten Strömungen und Parteien ausstrecken kann. Die politische Blauäugigkeit, die hinter einer solchen Indifferenz steht, hat in der Geschichte der Freiwirtschaftsbewegung - gerade in Deutschland - schon zu leidvollen Erfahrungen geführt.

So hat es nicht an Versuchen gefehlt, die erklärtermaßen in Humanität, radikal verstandener Liberalität und Weltbürgertum wurzelnden Ideen Gesells auf dem Umweg über autoritäre Ideologien und totalitäre Machtstrukturen zu verwirklichen. Im frommen Glauben, hier belehrend wirken zu können, suchten »neutrale« Freiwirte gegen Ende der Weimarer Republik Ansprechpartner nicht nur unter sozialistischen und demokratischen Parteien, in Gewerkschaften, Handels-, Gewerbe- und Landwirtschaftskammern, sondern eben auch bei den Nazis. Und genauso, wie es im breiten Spektrum der Freiwirtschaftsbewegung eine individual-anarchistische Strömung gab, existierte sozusagen auf dem anderen Extrem ebenfalls schon seit der Zeit vor dem 1. Weltkrieg auch eine völkische Fraktion, deren Mitglieder später sowohl inner- als auch außerhalb der NSDAP wirkten. Freilich erwiesen sich diese Ansätze politisch bald als selbstmörderisch: Hinter dem vermeintlichen »Antikapitalismus« des nationalsozialistischen Wirtschaftsprogramms stand letztlich nichts als ein getarnter Rassismus, mit dem die Nazis [relativ erfolgreich] an vorhandene antikapitalistische Stimmungen anzuknüpfen versuchten. Daß die Nazis zu keiner Zeit wirklich etwas gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem zu unternehmen gedachten, bekamen die Freiwirte trotz aller Illusionen schnell zu spüren, als 1934 ihre letzten Organisationen und Blätter verboten wurden und eine Ansetzung der Gestapo auf die restlichen aufrechten Gesellianer erfolgte.10 Fatalerweise wurden diese Fehleinschätzungen und Verfehlungen in der freiwirtschaftlichen Anhängerschaft nach 1945 nur höchst unzureichend aufgearbeitet. Die Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus wurden in der Regel nicht zum Anlaß genommen, die Widersprüchlichkeit des eigenen politischen Vorgehens selbstkritisch zu reflektieren.

Eine ehrliche Analyse wäre um anarchistische Erkenntnisse letztendlich nicht herumgekommen. Einer der wichtigsten Grundsätze des Anarchismus fordert die Anwesenheit des Zieles in den politischen Mitteln, die zu seiner Erreichung angewendet werden. Freiheit kann nicht mit unfreien, autoritären Mitteln erreicht werden. Daher hat der Anarchismus seit jeher auf die grundsätzliche Unmöglichkeit verwiesen, emanzipatorische Ziele über staatliche Diktaturen oder die Teilhabe an solchen zu realisieren. Diese Einsicht sollte sich für die Freiwirte schon bald in ihrer Auseinandersetzung mit der marxistisch-leninistischen Kommandowirtschaft in der Sowjetischen Besatzungszone aufs neue bewahrheiten. Schon Mitte 1948 wurden dort die freiwirtschaftlichen Organisationsansätze mit der Festnahme und Verurteilung der aktivsten Kräfte zerschlagen, womit der sowjetische Geheimdienst und die SED eine Verhaftungswelle einleiteten, der kurz darauf auch die Anarchisten im Osten Deutschlands zum Opfer fielen.11 Desweiteren muß vom anarchistischen Standpunkt entschieden darauf verwiesen werden, daß die Neigung vieler Freiwirte zu autoritären Lösungen nicht allein im Zeichen eines falsch verstandenen politischen Pragmatismus stand. Offensichtlich war es eine mangelnde Verankerung emanzipatorischen Bewußtseins und freiheitlicher Ethik, die völkisch-rassistischen Ideologien den Eingang auch in Teile der Freiwirtschaftsbewegung eröffnete und diese damit anfällig für rechtsextremistische Tendenzen machte. Damit standen sie in schroffem Gegensatz zu den übrigen freiwirtschaftlichen Strömungen - allen voran dem libertären Flügel - und auch zu Gesell selbst, der Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus stets eine klare Absage erteilte und den aufkommenden Rechtsextremismus in der Weimarer Republik auf das entschiedenste bekämpfte.12

Jedoch gibt es auch in Gesells eigener theoretischer Konzeption einen Bereich, der quer zu seinen sonstigen, freiheitlich-weltoffenen Anschauungen steht. In die anthropologischen Prämissen seines Modells einer »Natürlichen Wirtschaftsordnung« fließen auch biologistische Versatzstücke der Evolutionstheorie Charles Darwins ein. In einzelnen Passagen seines Gesamtwerkes spiegelt sich das im Gebrauch einer Begrifflichkeit wider, die auf den ersten Blick schlimmste Assoziationen weckt: Etwa wenn er den freiwirtschaftlichen Übergang vom Kapitalismus zu einer egalitären Gesellschaft freier und gleichberechtigter Individuen als Beginn der »Hochzucht« beschreibt, in deren Verlauf »[...] die Menschheit von all dem Minderwertigen erlöst werden wird, mit dem die seit Jahrtausenden vom Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht sie belastet hat [...]«13

Elemente darwinistischen Denkens waren seit dem 19. Jahrhundert in den unterschiedlichsten politischen Philosophien verbreitet und nahmen dort jeweils unterschiedliche Ausformungen an - nicht etwa nur in präfaschistischen Kreisen, sondern auch in sozialistischen Vorstellungen vom »neuen Menschen«, allen voran aber im Liberalismus, auf dem Gesells Gedankengebäude zum großen Teil fußte. Dabei muß herausgestellt werden, daß die konkrete Form, in der Gesell derartige Ansätze gebrauchte, ganz deutlich unterschieden war von einer rassistisch-sozialdarwinistischen Ideologie etwa im Sinne des faschistischen »Kampfes der Völker ums Dasein«. Den Begriff des »Minderwertigen« z.B. bezog Gesell auf die Auswirkungen der objektiven Entfremdungsstruktur im kapitalistischen Wirtschaftssystem, der alle in diesem System agierenden Individuen unabhängig von sozialer Stellung, Geschlecht, Hautfarbe, Religion unterliegen. Entsprechend bezog er seinen Begriff der »Hochzucht« auf eine Selbstheilung und Höherentwicklung der gesamten Menschheit. Diese dachte er sich als einen Prozeß der Selbstentfaltung der einzelnen Individuen in einem friedlich-harmonischen Wettbewerb ohne Vorrechte und Privilegien. Seine Vorstellung über die »[...] so wiederhergestellte natürliche Auslese [...]«14 beabsichtigte daher keineswegs eine Rechtfertigung sozialer Hierarchien oder eine wie immer geartete rassistische Diskriminierung. Darauf wird von freiwirtschaftlicher Seite zurecht hingewiesen.15

Falls eine kritische Auseinandersetzung allerdings hier abbricht, bleibt sie inkonsequent - gerade auch im Sinne der emanzipatorischen Grundtendenz des Gesellschen Denkens. Eine Analyse der »Natürlichen Wirtschaftsordnung« unter anarchistischer Perspektive, welche an diese Grundtendenz anknüpft, sie weiterverfolgt und systematisch ausbaut, kann nur zu einem Ergebnis kommen: Gesell muß von seinen darwinistischen Eierschalen befreit werden! Diese sind untauglich für ein Konzept allumfassender menschlicher Befreiung, wie es der Anarchismus vertritt und wie es letztendlich auch Gesell anstrebte. Eine anarchistische Ethik beruht auf der uneingeschränkten Anerkennung und Bestätigung eines jeden Individuums und dem Respekt vor seiner konkreten Einzigartigkeit. Daher gilt im Anarchismus das Freiheits- und Selbstbestimmungsrecht universal und ungeteilt für alle Menschen gleichermaßen. Ein solcher Standpunkt ist in letzter Konsequenz unvereinbar mit einer biologistischen Klassifizierung der Menschen in solche mit »niederem« und solche mit »höherem« Erbgut. Über den Darwinismus bestimmt eine derartige Klassifizierung aber notwendigerweise auch Gesells Menschenbild und schwingt trotz aller »guten Absichten« mit bei seinen Vorstellungen von einer biosozialen Auslese und Höherentwicklung. Abgesehen von seiner offensichtlichen wissenschaftlichen Unhaltbarkeit verwirklicht sich bereits in diesem Gedanken einer Wertigkeit der Menschen aufgrund ihrer biologischen Substanz eine autoritär-hierarchisierende Ideologie, die in unvereinbarem Widerspruch steht zu den sonstigen egalitären Absichten Gesells. Der kritische Freiwirt Johannes Heinrichs bemerkt dazu treffend: »Kurz, Freiheit und biologisches Erbe sind nicht zur Deckung zu bringen. Entweder argumentiert man freiheitsrechtlich oder biologistisch.«16

In welcher Richtung sich eine libertäre Argumentation nur bewegen kann, liegt auf der Hand: Das freiwirtschaftliche Konzept Gesells ist interessant als ein Modell menschlichen Wirtschaftens, das den anarchistischen Forderungen nach individueller Selbstbestimmung, sozialer Gerechtigkeit und dezentraler Gesellschaftsorganisation entgegenkommt. Seine Zugeständnisse an den darwinistischen Zeitgeist sind nicht wesentlich für dieses Modell, haben in einer konsequenten Philosophie der Freiheit keinen Platz und müssen aus diesem Grunde verworfen werden. Ebenso wie bei den anthropologischen Grundlagen wäre eine Kenntnisnahme anarchistischer Kritik auch produktiv in bezug auf das Problem der konkreten Durchführung der freiwirtschaftlichen Reformen. Der vorherrschenden freiwirtschaftlichen Lehrmeinung nach gibt es hierfür nur einen etatistisch-administrativen Weg. Staatliche Zentralbehörden hätten eine neue, einheitliche Rahmenordnung für die Gesamtwirtschaft zu setzen - von oben, quasi per Dekret: Ein mit dem Geldmonopol ausgestattetes Währungsamt werde ein unter Annahme- und Weitergabezwang stehendes »Freigeld« ausgeben, mit einer Umlaufsteuer belasten und damit die Ziele »sinkende Zinsen« und »stabile Währung« durchsetzen.17 In demselben Vorstellungshorizont liegt der Plan, die Durchführung der Bodenreform und die Verpachtung des »Freilandes« in die Hände eines staatlichen Bodenamtes zu legen. Aus anarchistischer Sicht fällt zunächst auf, daß diesem Konzept eine verhängnisvolle Fehleinschätzung des Wesens und der sozialen Funktion staatlicher Herrschaftspraxis zugrunde liegt. Im Gegensatz zur offiziellen parlamentarisch-demokratischen Ideologie ist der existierende Staatsapparat eben nicht der neutrale Schiedsrichter, der ausgleichend und vermittelnd über den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen schwebt. Er ist klar erkennbar verwoben mit den Interessen der wirtschaftlich Privilegierten, kann also kaum das geeignete Instrument sein, ausgerechnet deren soziale Macht anzutasten. Genau das wollen aber die freiwirtschaftlichen Reformen. Die in bester Absicht unternommenen Versuche einer Einflußnahme auf die politischen Entscheidungsträger unterliegen Illusionen und fallen hinter den Erkenntnisstand anarchistischer Parlamentarismuskritik zurück.18 Sie verkennen die einfache Tatsache, daß die jeweilige Regierungsmannschaft im komplexen Geflecht bürokratischer, wirtschaftlicher und militärischer Interessen im wesentlichen nur eine Riege relativ machtloser Repräsentanten ist.

Trotz aller oppositioneller Ausrichtung stellt die Fixierung auf staatlich-administrative Politikmechanismen doch das Prinzip der Staatlichkeit nie grundsätzlich in Frage. Sie bewegt sich in den engen Grenzen einer zutiefst verinnerlichten Legitimationsideologie, wonach nur der Staat es sei, der mit seinem Apparat, seinen Spezialisten und Fachleuten die komplexen Probleme der Menschheit in den Griff bekommen könne. Das sozusagen verstaatlichte Bewußtsein auch der kritischen Geister trägt den »Staat im Kopfe«. Darauf haben die Anarchisten schon seit jeher hingewiesen und als Alternative einen Gesellschaftsentwurf entwickelt, in dem die Selbstorganisation aller Lebensbereiche staatliche Herrschaft überflüssig macht. Die Ersetzung des Staates durch die Gesellschaft strebte auch Silvio Gesell an, wie u.a. der Titel seines letzten großen Buches aus dem Jahre 1927 bezeugt: »Der abgebaute Staat«. Hierin ging es Gesell nach eigenem Bekunden um » [...] den Beweis [...], daß das Zu-Ende-Denken des akratischen Gedankens keine unüberwindlichen Schwierigkeiten für den restlosen Abbau des Staates mehr zutage fördern kann. [...] In meinem ersten Versuch [Der Abbau des Staates’, Berlin 1919] mußte ich noch einen Rest oder Schatten eines Staates bestehen lassen, weil ich für eine akratische Lösung des Geldproblems noch keine befriedigende Form gefunden hatte. Ich mußte die Währung einem Währungsamt übergeben. Das brachte mir manchen Tadel aus den Kreisen der Anarchisten ein und beeinträchtigte die Werbekraft meiner Ausführungen. Diesen Mangel [eigentlich war es nur ein Schönheitsfehler] glaube ich jetzt in einer Weise behoben zu haben, die jeden Akraten befriedigen muß.«19

Freiwirtschaftliche Perspektiven sollten sich also nicht vom Glauben an die Allmacht staatlicher Obrigkeit leiten lassen, sondern im Vertrauen auf die eigenen Potentiale verstärkt die Entwicklung gesellschaftlicher Alternativmodelle und die Schaffung von Freiräumen zum sozialen Experiment betreiben. Nur über Vielfalt, lokale Verwurzelung und selbstbestimmtem Engagement der Beteiligten können die staatlichen Prinzipien von Zentralismus, Hierarchie, Bürokratie praktisch und nachvollziehbar in Frage gestellt werden. In einer freien Gesellschaft selbstbestimmter Menschen muß es die Möglichkeit eines gleichberechtigten, toleranten Nebeneinanders der unterschiedlichsten Lebens- und Wirtschaftsformen geben. Die autoritäre Vorstellung einer vereinheitlichenden Durchorganisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist selbst noch dem Staatsdenken verhaftet. Dies gilt nicht zuletzt für die von Freiwirtschaftlern beibehaltene Idee eines Steuer- und Geldmonopols. Dafür kann in einer emanzipatorischen Vision kein Platz mehr sein! Denn es ist überhaupt nicht einzusehen, wieso Einzelpersonen und Kollektiven das Recht abgesprochen werden sollte, frei über die Form ihres wirtschaftlichen Verkehrs zu bestimmen. Und dazu gehört eben auch die Freiheit selbstgewählter Zahlungsmittel, Tausch- und Verrechnungssysteme. In einem emanzipatorischen Sinne kann sich die Praktikabilität und Überlegenheit eines wirtschaftlichen Modells nur abseits jeglicher Monopole im friedlichen Wettstreit mit anderen Systemen erweisen.20 Die Zukunft der Freiwirtschaft liegt daher nicht in ihrer regierungsamtlichen Dekretierung, sondern in der Wirkung des eigenen Beispiels im gesellschaftlichen Leben!

Emma Goldman bezeichnete den Anarchismus einmal als das »großartige Gift des Denkens«: »Der Anarchismus drängt den Menschen, jede Position zu überdenken, zu erforschen und zu analysieren.«21 Diesen Satz verstehen wir auch als Motto unseres Dialoges mit der Freiwirtschaft, den wir weiter fortführen und vertiefen wollen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Die Bestände unserer Bibliothek bieten Information und Anregung.

* * *

3 Erich Mühsam: »Ein Wegbahner«, in: Fanal. Organ der anarchistischen Vereinigung, Jhg. 4, Nr. 7, April 1930, S. 165; Nachdruck in: Erich Mühsam [Hrsg.]: Fanal. Anarchistische Monatsschrift. Band 4. Jahrgang 4, 1929/30, [Impuls Verlag] Bremen, o.J.

4 vgl. André Siegenthaler [Hrsg.]: »Wie Silvio Gesell zum Faschisten gemacht wurde und Gegenstimmen und mehr. Eine Doku der Gruppe Freiheit ist kein kleinbürgerliches Vorurteil [gfikkv]«; Die im Juli 1995 erschienene »2. verbesserte Auflage« [88 S.] kann gegen DM 20,- in Scheinen oder Briefmarken bezogen werden bei der BGSSF e.V. / AG Freiwirtschaft [c/o Markus Henning, Kantstr. 23, 10623 Berlin]

5 Silvio Gesell: »Vorwort zur 4. Auflage [der Natürlichen Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld’] vom 5. Mai 1920«, in: Silvio Gesell, Gesammelte Werke Band 11 - 1920, hersgg. von der »Stiftung für persönliche Freiheit und soziale Sicherheit, Hamburg«, Lektorat: Werner Onken, [Gauke Verlag GmbH. Fachverlag für Sozialökonomie] Lütjenburg, 1991, S. XXVI

6 vgl. Gerhard Senft: »Weder Kapitalismus noch Kommunismus. Silvio Gesell und das libertäre Modell der Freiwirtschaft«, Archiv für Sozial- und Kulturgeschichte, hrsgg. von Jochen Schmück, Band 3, [Libertad Verlag] Berlin, 1990, S. 178-185; sowie: Günter Bartsch: »Stirners Anti-Philosophie &Die revolutionären Fisiokraten. Zwei Essays«, [Edition Aurora. Verlag Jochen Knoblauch] Berlin, 1992

7 Josef Hüwe [Seminar für freiheitliche Ordnung e.V.]: »Boden-Ausverkauf in neuen Bundesländern? Empfehlung an Gemeinden zur Erbbaurechts-Initiative«, in: Märkische Allgemeine. Potsdamer Tageszeitung, vom 25. 07.1991; siehe ferner: Ders.: »Die neuen Bundesländer entdecken das Erbbaurecht«, in: Fragen der Freiheit - Beiträge zur freiheitlichen Ordnung von Kultur, Staat und Wirtschaft, Koblenz, Folge 213, November/Dezember 1991, S. 46-48; Fritz Andres: »Argumente für das Erbbaurecht als kommunalem Instrument zur Privatisierung von Bodennutzungen«, ebenda, S. 25-31; Ders.: »Bodenpolitik mit dem Erbbaurecht in Berlin und Brandenburg. Ein Bericht mit Dokumenten«, in: Fragen der Freiheit ... , Folge 215, März/April 1992, S. 24-48

8 Thomas Estermann: »Das Talent-Experiment der INWO Schweiz«, in: Zeitschrift für Sozialökonomie, Lütjenburg, 31. Jhg., 101. Folge, Juli 1994, S. 8 f.; siehe ferner: Christian Schneider: »Das Modell Barter-Club. Ökonomische Analyse einer geldlosen Handelsform«, ebenda, S. 10-17; Michael Wünstel [Hrsg.]: »Tauschring Projekte in Deutschland, Europa und Übersee«, [Angebot &Nachfrage] Hatzenbühl, Stand 28.08.1995; Klaus Falke: »Alternative Wirtschaftsringe«, in: espero. Rundbrief der Mackay-Gesellschaft, Berlin/Neu-Wulmstorf, Nr. 4/5, Oktober 1995, S. 32-35; Wilhelm Schmülling: »Tauschringe sprießen aus dem Boden«, in: Der 3. Weg. Zeitschrift für natürliche Wirtschaftsordnung. Basis zur demokratischen Vollendung der freien und sozialen Marktwirtschaft, Hamburg, 26. Jhg., Nr. 11, November 1995, S. 19 f.

9 vgl. Klaus Schmitt [Hrsg.]: »Silvio Gesell - Marx’ der Anarchisten? Texte zu Befreiung der Marktwirtschaft vom Kapitalismus und der Kinder und Mütter vom patriarchalischem Bodenunrecht«, [Karin Kramer Verlag] Berlin, 1989; Gerhard Senft: »Weder Kapitalismus noch Kommunismus. Silvio Gesell und das libertäre Modell der Freiwirtschaft«, a.a.O.; Siegbert Wolf: »Silvio Gesell. Eine Einführung in Leben und Werk eines bedeutenden Sozialreformers«, Sozialökonomische Arbeitstexte 2, [Gauke Verlag GmbH. Fachverlag für Sozialökonomie] Lütjenburg, 3. Auflage 1995; Horst Stowasser: »Freiheit pur. Die Idee der Anarchie, Geschichte und Zukunft«, [Eichborn Verlag] Frankfurt am Mai, 1995, S. 71-97; Andres Anarquillo [Pseudonym]: »Freiwirtschaft und Anarchismus. Widerspruch oder Ergänzung«, in: Der 3. Weg ... , 26. Jhg., Nr. 10, Oktober 1995, S. 27 f.

10 vgl. Gerhard Senft: »Vom Volksgeld’ zum MEFO-Wechsel’. Über Ursprung und Wesen der nationalsozialistischen Geld- und Finanzpolitik«, in: Zeitschrift für Sozialökonomie ... , 27. Jhg., 85. Folge, Juni 1990, S. 13-19; Ders.: »Antikapitalismus von Rechts? Eine Abrechnung mit Gottfried Feders Brechung der Zinsknechtschaft’«, in: Zeitschrift für Sozialökonomie ... , 32. Jhg., 106. Folge, September 1995, S. 18-32; Günter Bartsch: »Stirners Anti-Philosophie &Die revolutionären Fisiokraten. Zwei Essays«, a.a.O., S. 68 ff.

11 vgl. Günter Bartsch: »Anarchismus in Deutschland. Band I 1945-1965« [Fackelträger Verlag] Hannover, 1972, S. 206-208 und S. 296; Hannelore Klein: »Acht Jahre in sowjetzonalen Zuchthäusern«, [FSU] Hamburg, o.J. [ca. 1955]; Will Nöbe: »Wie es wirklich war. Siebeneinhalb Jahre politischer Gefangener des N.K.W.D. in Ostdeutschland und Sibirien« [Telos Verlag], Berlin 1959

12 vgl. Werner Onken: »Silvio Gesells kritische Distanz zum Rechtsextremismus in der Weimarer Republik«, in: Zeitschrift für Sozialökonomie ... , 32. Jhg., 106. Folge, September 1995, S. 2-17; Roland Geitmann: »Natürliche Wirtschaftsordnung und Judentum«, ebenda, S. 33-40

13 Silvio Gesell: »Vorwort zur 3. Auflage [der Natürlichen Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld’], Herbst 1918«, in: Silvio Gesell, Gesammelte Werke Band 11 - 1920, a.a.O., S. XV

14 Ebenda, S. XXI

15 vgl. Josef Hüwe: »Entspricht das Konzept der Natürlichen Wirtschaftsordnung Silvio Gesells den Vorstellungen von Sozialdarwinisten? Ein Diskussionsbeitrag«, [unveröffentlichtes Manuskript], 9 Seiten; Werner Onken: »Silvio Gesells kritische Distanz zum Rechtsextremismus in der Weimarer Republik«, a.a.O., S. 12-17; Johannes Heinrichs: »Was ist das Natürliche an der Natürlichen’ Wirtschaftsordnung«, in: Zeitschrift für Sozialökonomie ... , 32. Jhg., 107. Folge, Dezember 1995, S. 18-25

16 Ebenda, S. 23

17 vgl. Helmut Creutz: »Alternative Geldsysteme - Auswege aus der fehlerhaften Geldordnung?«, in: Zeitschrift für Sozialökonomie ... , 31. Jhg., 101. Folge, Juli 1994, S. 18-28; Tristan Abromeit: »Argumente gegen das Modell der konkurrierenden Währungen«, in espero ... , Nr. 2/3, April 1995, S. 4-8

18 vgl. »Wer wählt, hat die eigene Stimme bereits abgegeben.’ Sonderheft zur Kritik der parlamentarischen Demokratie.« graswurzelrevolution. Für eine gewaltfreie herrschschaftslose Gesellschaft, Heidelberg, o.J. [ca. 1990]

19 Silvio Gesell: »Der abgebaute Staat. Leben und Treiben in einem gesetz- und sittenlosen hochstrebenden Kulturvolk«, [A. Burmeister Verlag], Berlin-Friedenau, o.J. [1927], S. 4 f.; der Text ist auch abgedruckt in Silvio Gesell, Gesammelte Werke Band 16 - 1926/1927, a.a.O.

20 vgl. Uwe Timm: Stichwort »Geld«, in: »Lexikon der Anarchie«, hrsgg. von Hans Jürgen Degen, [Verlag Schwarzer Nachtschatten] Bösdorf, 2. Ergänzungslieferung 1994, 7 Seiten; Ders.: »Anmerkungen zu Helmut Creutz: Das Geldsyndrom / Wege zu einer krisenfreien Marktwirtschaft«, in: espero ... , Nr. 1, Oktober 1994, S. 9-15; Andres Anarquillo [Pseudonym]: »Freiwirtschaft und Anarchismus. Widerspruch oder Ergänzung«, a.a.O.

21 Emma Goldman: »Die wirkliche Bedeutung des Anarchismus [1911]«, in Hans Jürgen Degen [Hrsg]: »Tu Was Du Willst’. Anarchismus - Grundlagentexte zur Theorie und Praxis«, [Verlag Schwarzer Nachtschatten] Berlin, 1987, S. 31 und S. 27.

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